Komponenten

Die KIT Telemedical Solutions Plattform wird je nach Anwendungsfall modular ergänzt. Die Abbildung zeigt wichtige Komponenten die in aktuellen Referenzanwendungen eingesetzt werden.

  • HelpDesk
    Aufgrund der technischen Anforderungen ist die Unterstützung für Anwender entscheidend für den langfristigen Einsatz von telemedizinischen Methoden mit aktiver Patienteninteraktion. Wenn gleich beim Design und der Technologieentwicklung höchstes Maß an Benutzerfreundlichkeit speziell für die ältere Generation vorausgesetzt wurde, stellt die Anwendung anfangs doch für manche eine gewisse Hürde dar. Die KIT Telemedical Solutions Plattform untersützt den technischen HelpDesk mit der notwendigen Information zur raschen Hilfestellung und ermöglicht die Dokumentation der HelpDesk-Tätigkeit unabhängig und getrennt vom medizinischen Datenbereich.
  • Entscheidungsunterstützung
    Ein wichtiges Ziel des konsequenten Einsatzes ist die Vermeidung von Komplikationen und die Reduktion des Risikos für Folgeerkrankungen. Damit aus der Vielzahl von Daten die richtigen Entscheidungen getroffen und die notwendigen Interventionen gesetzt werden können, werden spezifische Algorithmen und Regelsätze angewendet. Basis hierfür sind unteranderem Modalitäten die in medizinischen Leitlinien abgebildet sind.
  • Call Center
    Für die Skalierung ist die rasche und effiziente Abwicklung allgemein medizinischer Fragen durch ein Call Center als Erstanfragestelle wichtig. Durch die flexible Architektur ist eine technische und organisatorische Anbindung an KIT Telemedical Solutions möglich, womit ein Vertragspartner die Strategie einer phasenabhängigen Auslagerung (zB bei steigender Anwenderzahl) wählen kann.
  • Schnittstellen
    Interoperabilität mit bestehender Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im Gesundheitswesen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für den nachhaltigen Einsatz von Telemonitoring Lösungen. Im Fall von Proof-of-Concept Einsätzen kann darauf zu gunsten von Flexibilität und Benutzernutzen verzichtet werden. Für Routineanwendungen muss jedoch ein möglichst hohes Niveau an technischer Integration erzielt werden. Dies macht sich durch Vermeidung von Doppeleingaben, automatische Datenübernahme und damit einhergehend durch eine höhere Datenqualität bezahlt.
  • Logistik
    Der Einsatz von Telemonitoring geht einher mit der Verwendung von Messgeräten zur Erfassung von Vitalparametern. In manchen Fällen werden die verwendeten Geräte an die Patienten ausgegeben. Durch Unterstützung der Gerätelogisitk wird in kleinen aber auch größeren, skalierten Einsatzszenarien die Ausgaben und Wartung der medizinischen Messgeräte unterstützt.
  • Abrechnung
    Für die betreunden Personen (Ärzte, Therapeuten, Pflegepersonal) entsteht durch die Anwendung ein neues Tätigkeitsfeld, mit dem auch ein zeitlicher Aufwand verbunden ist. Der tatsächliche personelle Einsatz hängt sehr stark vom Anwendungsszenario, der medizinischen Indikation und auch vom Erkrankungsstadium der Patienten ab. Bei Bedarf unterstützt die Plattform die Anwender bei der Auflistung von Tätigkeiten (zB Feedback-Erstellung) als Grundlage für die Honorarstellung an den jeweiligen Vertragspartner.
  • Elektronischer Gesundheitsakt (ELGA)
    Im österreichischen Gesundheitswesen aber auch in anderen Ländern wird der Zugriff auf Gesundheitsdaten bereits jetzt oder in absehbarer Zukunft über Institutionsgrenzen hinweg auf elektronischem Weg möglich sein. Für eine nahtlose Integration von Telemonitoring-Daten werden standardisierte Dokumentenprofile nach dem HL7-Standard für Clinical Document Architecture (CDA) angewendet. Eine weitere Vereinfachung der telemedizinischen Unterstützung kann insbesondere durch die Verfügbarkeit der eMedikation erwartet werden.